Soap-Check

Sommerpause vorbei: Wie erfolgreich war der «Lindenstrasse»-Ersatz?

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Das Erste setzte in fünf Wochen drei Mal auf Sport. War man zuletzt um 18.50 Uhr erfolgreich ohne Deutschlands dienstältester Weekly?

Von der neuen Quotenkrise der «Lindenstraße» war zu lesen, als bekannt wurde, dass Das Erste seine bekannte Weekly in diesem Jahr erstmals in eine mehrwöchige Sommerpause schicken wird. Der Grund hierfür dürfte auch in den bisher eher mageren Zuschauerzahlen liegen. Die Werte haben sich im klar einstelligen Bereich eingependelt. 2017 schafften bis dato nur zwei Folgen den Sprung auf mehr als zehn Prozent, am 9. April und am 4. Juni. Allgemein kam auch zum Ende der «Lindenstrasse»-Phase im Juni und Juli nicht allzu großer Abschiedsschmerz auf.

7,9, 7,2 und 8,7 Prozent der Zuschauer ab drei Jahren sahen die letzten drei Episoden vor der Unterbrechung. Selbst bei den Jungen lief es, mit Ausnahme der letzten Juni-Folge, die auf sieben Prozent kam, mit 4,1 und 5,2 Prozent Marktanteil nicht wirklich rosig. All diese Werte sind ein Indiz dafür, dass wir über ein Format sprechen, das mit einer Laufzeit von mittlerweile knapp 32 Jahren seinen Zenit weit überschritten haben könnte.

Das Erste hat sonntags um kurz vor 19 Uhr zuletzt anderweitig versucht Quote zu machen. Doch gelang das? Am 16. Juli lief zur «Lindenstrasse»-Zeit «Christinas Albtraum» mit noch magereren 6,6 Prozent Marktanteil insgesamt und gar nur 3,3 Prozent bei den Jungen. Eine Woche später wurde der Sendeplatz für die Tour de France gebraucht, die gesamt auf 10,8 Prozent Marktanteil kam, aber eben länger und nicht nur auf dem Slot der Weekly zu sehen war. Erneut auf Sport setzte Das Erste am letzten Sonntag im Juli, als Österreich und Spanien im Rahmen der Frauen-EM gegeneinander spielten. Bei den Jungen holte die «Sportschau», die um 18 Uhr begann und bis ran an die 20-Uhr-Nachrichten lief, 6,3 Prozent Marktanteil, insgesamt sogar 11,5 Prozent.

Wirklich spannend wurden dann die beiden August-Sonntage. Am ersten Sonntag des achten Monats zeigte Das Erste zwischen 18.00 und 19.30 Uhr «Für immer 30», einen alten Spielfilm aus dem Jahr 2011. Der Erfolg blieb aus: 4,4 Prozent wurden insgesamt ermittelt, 2,3 Prozent bei den Jungen. Dieser Versuch scheiterte. Allerdings: Das Publikum ist am Sonntagvorabend vom Ersten auch keine Programmierung eines 90-Minüters gewohnt.

Und nun am Sonntag? Nahm wieder der Sport seinen Platz ein. 90 Minuten lang fasste Das Erste die erste Runde des DFB-Pokals zusammen. Mit den stärksten Ergebnissen des Sommers: Ab 18 Uhr holte die «Sportschau» 15,7 Prozent Marktanteil, bei den Jungen wurden genau zehn Prozent ermittelt.

Lässt man den Sport also weg, bleibt zu sagen: Weder mit einem Film noch mit «Christinas Albtraum» konnte Das Erste wirklich punkten. Beide Ausstrahlungen liefen deutlich schlechter als Deutschlands dienstälteste wöchentliche Serie. Das wird die Macher in Köln vorsichtig beruhigen.

Und so geht es weiter


Die «Lindenstrasse» meldet sich nun am Sonntag mit einer ganz besonderen Folge beim Publikum zurück. Statt der gewohnten 3-Stränge-Struktur wird es in der Folge mit dem Titel „Engelchen flieg“ nur einen intensiv erzählten Strang um die Familie Sperling geben, der das Geschehen der vergangenen fünf Wochen erzählt. Neben der inhaltlichen und dramaturgischen Abweichung von ‚normalen‘ «Lindenstrasse»-Episoden spielt zudem ein Großteil der erzählten Geschichte in Originalmotiven außerhalb der «Lindenstrasse»-Kulisse, was der Folge einen ganz eigenen filmischen Look verleiht.

Momo hat seinen Plan in die Tat umgesetzt: Er hat Robert Engel entführt und verschleppt ihn in ein dunkles Kellerverlies am Rande der Stadt. Er ist davon überzeugt, dass Robert die Vergewaltigung, die Momo vorgeworfen wird, inszeniert hat. Momo ist fest entschlossen, Robert so lange einzusperren, bis er die Wahrheit kennt. Doch bei all seiner Verschlagenheit ist Robert auch ein Kämpfer.
Wochen vergehen und die beiden Kontrahenten liefern sich ein Psycho-Duell. Die Grenzen von Gut und Böse verschwimmen. Momo setzt seinen Gefangenen immer mehr unter Druck. Als Robert scheinbar aufgibt und belastende Beweise gegen sich selbst preisgeben will, wähnt sich Momo am Ziel. Aber es ist eine Falle: Es kommt zu einem Kampf auf Leben und Tod …


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