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Die Möglichkeit der Image-Korrektur

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Am Freitag startet in Deutschland «Promi Big Brother», was die Macher des „Big Brother Radio“ besonders freut. Was sie sich wünschen und wieso die Sendung anders werden soll als das Dschungel-Camp bei RTL…

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Das "Big Brother Radio" wird die neue Staffel der Promi-WG ab Freitag begleiten. Immer ab 23.15 Uhr gehen die Radiosendungen im Web On Air - Anrufer können dann miteinander über das Geschehen in der Berliner Fernseh-WG debattieren.
Am Freitag kehrt «Big Brother» ins deutsche Fernsehen zurück, dann erstmals mit einer Promi‐Version. Die Idee ist nicht neu, in England ist «Celebrity Big Brother» seit Jahren ein großer Erfolg. Für Endemol in Deutschland ist der Neustart nach rund zwei Jahren Pause aber durchaus wichtig. Erstmals kommt der große Bruder dann aus Berlin, erstmals nicht mehr bei RTL II, sondern in Sat.1. Welche zehn Promis in die bekannteste TV‐WG des Landes ziehen, ist noch streng geheim. Alex, Moderator vom „Big Brother‐Radio“, das auch die Promi‐Staffel wieder mit täglichen Sendungen begleiten wird, kennt schon einige Namen. „Die aktuelle Werbung suggeriert, dass nur 'A‐Klasse'‐Promis einziehen werden. Das ist nicht der Fall. Einige Namen haben mir zunächst gar nichts gesagt“, erklärt der Insider, der beste Kontakte in die Fanszene hat. Er weiß: Gute Kandidaten sind bei «Big Brother» das A und O. „Aber es gibt immer Überraschungen – und auch große Namen heißen nicht,dass der Kandidat wirklich ein guter ist“, weiß Alex. Letztlich sind es aber die Kandidaten, die über den Erfolg der anstehenden Staffel entscheiden.

„Erinnern wir uns an die dritte Staffel, die kein Erfolg war: Nur wenige kennen noch die Namen der damaligen Teilnehmer.“ Grundsätzlich sieht der Insider aber durch «Promi Big Brother» eine neue große Chance für die Marke in Deutschland. „Man hat jetzt die Möglichkeit, das Image von «BB» zu korrigieren. Ich hatte viele Anrufer in meinen Sendungen die erzählt haben, dass sie erst seit wenigen Wochen «Big Brother» gucken, weil ihnen immer erzählt wurde, das sei Assi‐TV. Jetzt finden sie «BB» aber großartig.“ Gerade die Medien würden mit ihrer Berichterstattung ein solches Bild vom großen Bruder transportieren. Damit der Wandel funktioniert, muss sich der Große Bruder im Vergleich zu den vergangenen RTL-II‐Staffeln aber wohl auch ein Stück weit ändern. „Kritisiert wurden vor allem die Live‐Shows, die lieblos gemacht waren“, weiß Alex. „Ich höre, dass Sat.1 da optisch und vom Aufwand her wieder Geld reinsteckt. Das war zuletzt bei RTL II nicht mehr der Fall. Dennoch wird vieles identisch bleiben, was Abläufe innerhalb der Sendungen angeht.“

Der «Big Brother‐Radio»‐Moderator erhofft sich zudem, dass sich «Promi Big Brother» ein Stück weit vom RTLschen „Dschungelcamp“ abhebt und verweist auf zahlreiche Fanwünsche. Diese besagen, dass mehr „normales Leben“ in den täglichen Sendungen stattfinden soll. „Wie die Kandidaten kochen war im Dschungel kaum mehr ein Thema – man hat das nur zufällig gesehen, wenn es dabei interessante Gespräche gab.“

Neben den zahlreichen Gerüchten um die Kandidaten gibt es ähnlich viele Spekulationen um das neue «Big Brother»‐Haus. Wie es aussieht, soll erst am Freitag in der Eröffnungssendung bekannt gegeben werden, ebenso wer sich der Dauer‐Überwachung aussetzt. „Ich höre, dass das Haus eher wieder wie ein normales BB‐ Haus angelegt sein wird. Es ist wieder ein wenig kleiner und soll ein Luxus‐Haus sein“, sagt Alex. „Es muss also niemand auf dem Boden schlafen.“ Das Haus selbst steht übrigens schon – in diesen Tagen finden bereits erste Probeaufnahmen statt. Gebaut wurde es in ein TV‐Studio in Berlin‐Adlershof, also dort, wo kürzlich das große Kanzler‐TV‐Duell stieg. Nach «Promi Big Brother», so die Infos von „Big Brother Radio“ wird das Haus womöglich aber wieder abgerissen. Sat.1 will sich noch nicht für eine normale Staffel, die dann längerfristig täglich läuft, entscheiden. „Da scheut man sich noch“, sagt Alex. „Ich denke, man wird Ende September ein Fazit ziehen – auch, was die zahlreichen Veränderungen betrifft, die Sat.1 derzeit angeblich wünscht.“

Dass die Sendung ein Flop werden kann, glauben hingegen nur wenige. „Das wird Thema bei Raab, im «Frühstücksfernsehen», bei «taff» und überall sein. Es wird eine noch größere Internet‐ Community entstehen. Die wegen der «BB»‐Pause geschrumpfte Internet‐Community wird wieder wachsen. «Big Brother» ist erstmals ein 14‐tägiges TV‐Event – und sowas gibt es ja nur noch selten“, sagt Alex – und denkt an ein Reality‐Format zurück, das Sat.1 vor über zehn Jahren auf die Beine stellte: «Das Girlscamp», was allerdings kein Quotenerfolg war. „Aber es war hochwertig produziert. Und das erwarten wir von «Promi Big Brother» auch. Auf eines kann sich Sat.1 aber in jedem Fall verlassen: Die Hardcore‐Fans des großen Bruders können es schon jetzt kaum mehr erwarten.“

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