Quotencheck

«Charlie‘s Angels»

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Nach überragendem Start blieben die Quoten häufig auf unterdurchschnittlichem Niveau. Das Endergebnis lässt sich trotzdem sehen.

Die US-Dramaserie «Charlie‘s Angels», die in den Vereinigten Staaten für ABC entwickelt wurde, hat sich im vergangenen Jahr keineswegs mit Ruhm bekleckert: Nach lediglich vier Folgen gab ABC die Einstellung der Serie bekannt, die Produktion wurde von 13 auf 8 Folgen reduziert. Trotzdem: Nachdem die Serie in Deutschland im Mai beim Bezahlsender AXN lief, gab auch sixx bekannt, im Herbst auf den US-Flop vertrauen zu wollen. Das Erfreuliche für den jungen Frauensender: Dieses Wagnis hat sich gelohnt, denn obwohl die Quoten nicht immer gut waren, können die Verantwortlichen mit der in Doppelfolge gezeigten US-Ware unterm Strich durchaus zufrieden sein.

So strahlte der Frauensender die erste Doppelfolge am 10. Oktober 2012 mit großem Erfolg aus: 0,21 Millionen Zuschauer verfolgten ab 22 Uhr die erste Episode des Abends, woraus schon bei allen sehr starke 0,9 Prozent resultierten. Noch besser sah es wie erwartet in der umworbenen Zielgruppe aus, in der das Format bei einer Sehbeteiligung von 0,17 Millionen auf sagenhafte 1,7 Prozent kam. Zum Vergleich: Die Norm liegt in etwa auf halber Höhe. Episode zwei des Abends verlor ab 22.45 Uhr zwar deutlich auf 0,13 Millionen Interessenten, den Marktanteilen schadete das aber kaum: Sowohl bei allen als auch in der Zielgruppe blieb man mit 0,8 bzw. 1,4 Prozent auf sehr hohem Quotenniveau.

Ein herber Absturz folgte sieben Tage später, als die Folgen drei und vier der US-Serie auf dem Plan standen. Im Vergleich zur Vorwoche verlor sixx mehr als die Hälfte aller Zuschauer und landete nur noch bei 0,10 Millionen Interessenten, von denen 0,05 Millionen als werberelevant bezeichnet werden konnten. Die Folge: Deutlich schwächere Marktanteile von 0,5 Prozent bei allen sowie 0,6 Prozent in der Zielgruppe. Während der Frauensender damit bei allen auf Augenhöhe mit dem Senderschnitt blieb, holte die Serie bei den Jüngeren ein zu schlechtes Ergebnis. Zumindest blieb im Anschluss Episode zwei des Abends sehr stabil und verlor lediglich 0,02 Millionen Interessenten. Daraus resultierten Marktanteile von jeweils 0,5 Prozent.

Besserung trat in der drauffolgenden Woche, in der zum Staffelabschluss gleich vier Folgen gezeigt wurden, zunächst nicht ein: So holten die ersten beiden Episoden abermals Werte unter der Norm, 0,08 und 0,07 Millionen Zuschauer wurden ermittelt. Letzterer Wert stellt einen Staffeltiefstwert dar. Die Marktanteile beliefen sich auf 0,3 Prozent bei allen sowie 0,5 und 0,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Die einzige mögliche Begründung: Im ZDF lief zeitgleich die Champions-League-Begegnung zwischen Dortmund und Madrid, die auf 9,15 Millionen Interessenten kam und somit ohne Frage eine starke Konkurrenz darstellte.

Ein wenig bergauf ging es für die letzten beiden Episoden des Abends, die zu später Stunde ab 23.25 Uhr und somit gegen nennenswerte Konkurrenz gezeigt wurden. Während die Reichweite bei 0,07 und 0,06 Millionen blieb und somit keine großen Sprünge hinlegte, stiegen die Marktanteile aufgrund der geringeren Gesamtfrequentierung auf überdurchschnittliche 0,6 und 0,7 Prozent. Bei den jüngeren Zuschauern offenbarte sich indes ein treues Stammpublikum, jeweils 0,05 Millionen Interessenten erbrachten der Station Marktanteile von 0,8 und 1,1 Prozent. Erfreulich: Somit gelang es das erste Mal seit der Auftaktdoppelfolge, wieder die Ein-Prozent-Hürde zu nehmen.

Das Fazit, das sixx nach acht Folgen fällen kann, fällt trotz einigen schwachen Folgen überraschend ordentlich aus. 0,9 Prozent erreichte die Serie im Mittel in der Zielgruppe – ein Wert, der leicht über der Norm von 0,8 Prozent liegt. Unbestritten hilft dem Durchschnittswert vor allem der starke Auftakt, der weit überdurchschnittliche 1,7 Prozent erreichte. Beim Gesamtpublikum kam der Frauensender unterdessen auf 0,6 Prozent und somit ebenfalls auf einen guten Wert. Das Publikum der Serie war überwiegend im werberelevanten Alter, was nicht zuletzt die Durchschnittswerte offenbaren: So schalteten pro Folge durchschnittlich 0,10 Millionen Interessenten ein, 0,07 davon zwischen 14 und 49 Jahren. Eine Fortsetzung der Serie schließt sich für sixx aufgrund nur einer vorhandenen Staffel aber von selbst aus.

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