Quotencheck

«Hinterm Sofa an der Front»

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Drei komplette Durchläufe absolvierte die mies laufende Serie seit Oktober im Nachmittagsprogramm.

Nur auf zwei Staffeln mit insgesamt 44 Folgen brachte es die halbstündige Comedyserie «The War at Home» auf dem amerikanischen Sender FOX und lief in letzter Zeit auf RTL II als «Hinterm Sofa an der Front» dennoch auf Rotation. Dieses Glück hatte die Serie bei ihrem ersten Anlauf in Deutschland nicht: RTL setzte das damals «Familienstreit de Luxe» getaufte Format nach nur 16 Folgen wegen schlechter Quoten ab. Und auch auf RTL II stellt sich die Frage, womit die Serie sich ihre Dauerpräsenz eigentlich verdient hatte.

Am 4. Oktober ging die Sitcom nach einer seit Mitte März andauernden Sommerpause wieder auf Sendung, wanderte trotz schlechter Werte sogar anderthalb Stunden weiter im Sendeplan und lief bis zum 12. Januar in Doppelfolgen ab 17.00 Uhr. Schon die erste Folge bewies, dass sich nicht plötzlich eine Schar neuer Zuschauer finden lief, denn die Marktanteile fielen mit 1,9 Prozent insgesamt und 2,9 Prozent in der Zielgruppe miserabel aus. Nur 220.000 Menschen sahen insgesamt zu, gerade einmal 130.000 von ihnen stammten aus der umworbenen Zielgruppe. Eine halbe Stunde später lief es bei den jungen Zuschauern mit 3,2 Prozent nur unwesentlich besser, insgesamt mit 1,8 Prozent sogar schlechter.

Einen Tag später wurde es noch viel schlimmer: Um 17.00 stand beim Gesamtmarktanteil sogar eine Null vor dem Komma: Gerade einmal 80.000 Zuschauer hatten der Serie 0,7 Prozent Marktanteil beschert. In der Zielgruppe wurden mit 70.000 Zuschauern und 1,5 Prozent ebenfalls absolut beschämende Werte gemessen. Eigentlich einen Grund, die Serie sofort aus dem Programm zu nehmen, doch RTL II sendete tapfer weiter, musste aber lange warten, um das erste Mal einen relativ guten Tag zu erleben.

Am 21. Oktober kamen beide Folgen mit 5,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen auf einen ordentlichen Marktanteil von 5,5 Prozent. Insgesamt lief es mit jeweils 2,3 Prozent auch endlich etwas besser, der Senderschnitt blieb aber weit entfernt. Über die ganze Woche betrachtet kam die Serie auf 4,0 Prozent in der Zielgruppe , was in der Woche darauf mit 4,4 Prozent noch getoppt werden konnte. Hier lief mit der vierzehnten Folge der zweiten Staffel auch die einzige, die mit 5,6 Prozent den Monatsmarktanteil des Senders im Oktober überhaupt erreichen konnte.
Bereits am 4. November startete die Serie wieder von vorn, lief dieses Mal in der Zielgruppe aber deutlich besser an. 200.000 junge Zuschauer waren dabei und sorgten für 3,8 Prozent Marktanteil. Bei allen Zuschauern lief es mit 230.000 und 1,5 Prozent hingegen äußerst mies. Langsam gingen die Quoten nach oben bis am 25. November einige Werte erzielt werden konnte, die die Serie bislang nicht mehr wiederholen konnte. 460.000 Zuschauer sahen zu, davon 380.000 aus der Zielgruppe. Die Marktanteile lagen bei 2,8 Prozent und guten 6,5 Prozent. Nur die Zielgruppenreichweite wurde noch einmal übertroffen. Die gesamte Woche blieb mit 4,79 Prozent in der Zielgruppe auch die bislang erfolgreichste seit dem Start im Oktober.

Im nahezu monatlichen Rhythmus startete die erste Staffel am 6. Dezember in die nächste Runde und konnte mit 4,3 Prozent in der Zielgruppe noch besser punkten, im weiteren Verlauf verblieb die Serie aber bei knapp vier Prozent. Am 23. Dezember lief noch einmal eine äußerst erfolgreiche Episode, die in der Zielgruppe einen neuen Bestwert mit 400.000 Zuschauern aufstellen konnte und gute 6,4 Prozent Marktanteil einfuhr. Zum vorerst letzten Mal lief «Hinterm Sofa an der Front» am 12. Januar um 17.30 Uhr. 4,1 Prozent der jungen Zuschauer sahen zu.

Positiv betrachtet kann man sagen, dass die Quoten von «Hinterm Sofa an der Front» trotz der fortwährenden Wiederholungen ziemlich stabil waren - allerdings auf niedrigem Niveau. Auf schwache 1,7 Prozent bei allen Zuschauern und 4,1 bei den umworbenen belief sich der mittlere Marktanteil der jüngsten drei Durchläufe. Im Schnitt sahen 270.000 Zuschauer zu, 230.000 davon aus der Zielgruppe. Nun muss die Serie ihren Sendeplatz erst einmal an «Still Standing» abtreten, das ähnlich wie «Hinterm Sofa an der Front» bereits im letzten Frühjahr schlecht lief und derzeit an genau diese Quoten anknüpft.

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