Primetime-Check

Sonntag, 29. Juli 2007

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Wie schnitten die ARD-Krimis ab und wo ordnete sich die schwache VOX-Doku «Auf und davon» ein?

Der Überblick:
Der Sonntag war beim Gesamtpublikum wieder der Tag der Öffentlich-Rechtlichen. Primetime-Sieger wurde eine Wiederholung eines «Tatorts» aus dem Jahr 2005. 5,80 Millionen Menschen sahen die Wiederaufführung und bescherten der ARD einen Marktanteil von 17,7 Prozent. Auch in der Zielgruppe sah es mit 10,7 Prozent recht ordentlich aus. Ebenfalls äußerst beliebt war ein Re-Run des «Traumschiffs», das 5,62 Millionen Bundesbürger (17,2 Prozent Marktanteil) unterhielt. Davon profitierte auch die neueste Ausgabe des «heute – journals», das ab 21.45 Uhr immerhin von knapp mehr als fünf Millionen Menschen gesehen wurde. Die Nachrichtenredaktion des ZDF freut sich so über einen dritten Platz im Primetime-Ranking.

In der Zielgruppe hatte hingegen der RTL-Film «Der Prinz & Ich» die Nase vorne. Mit 3,93 Millionen Zusehern lag man klar vor ProSieben («Das Medaillon» mit Jackie Chan lockte 2,90 Millionen Menschen an).In der Zielgruppe kam der RTL-Film auf sehr gute 21,0 Prozent Marktanteil. Von den starken Quoten profitierte auch das im Anschluss ausgestrahlte «Spiegel TV», das in der Zielgruppe mit 17,2 Prozent klar oberhalb des Schnitts lag und mit Rang drei eine der besten Platzierungen der letzten Monate holte.

Sat.1 hatte da das Nachsehen. Recht gut schlug sich aber erneut «Navy CIS», eine Wiederholung aus der dritten Staffel der Serie landete im Ranking der jungen Zuschauer auf dem vierten Rang. Mit 13 Prozent Marktanteil wird man in Berlin recht zufrieden sein, im Schnitt sahen 2,62 Millionen Bundesbürger zu. Überhaupt nicht gut sieht es unterdessen für die VOX-Doku «Auf und davon» aus, die wohl bald wieder ausschließlich in der Daytime zu sehen sein wird. Nur 840.000 Menschen sahen am Sonntag zu – bei den 14- bis 49-Jährigen holte man lediglich 4,4 Prozent Marktanteil. Mehr als ein enttäuschender 19. Platz im Ranking der Werberelevanten war nicht drin.

Ein spannendes Duell gab es im Übrigen gegen 22.00 Uhr. Denn ARD und ZDF zeigten jeweils ausländische Krimis. Im Ersten war der schwedische Film aus den Büchern von «Hakan Nesser» zu sehen – dieser begeisterte 3,31 Millionen Menschen (12,9 Prozent). Das ZDF zeigte die britische Produktion «Undank ist der Väter Lohn» (eine Verfilmung der Bücher von Elisabeth George). Mit 2,93 Millionen Menschen hatte das Zweite aber das Nachsehen. Die Tatsache, dass der Film allerdings 25 Minuten später begann als Nesser, sorgte dafür, dass man mit 14,1 Prozent Marktanteil doch die Nase vorne hatte. Beim jungen Publikum holte das ZDF sogar die bessere Reichweite. Für den britischen Film entschieden sich 0,86 Millionen Menschen, bei der ARD waren nur 0,82 Millionen 14- bis 49-Jährige dabei.

Die Tagesmarktanteile:
Mit 12,8 Prozent gewann das ZDF vor ARD (11,9 Prozent) und RTL mit 10,1 Prozent. Sat.1 hatte einen rabenschwarzen Tag und kam nur auf 6,9 Prozent Marktanteil. Dahinter: ProSieben (6,4 Prozent), RTL II (4,9 Prozent) und VOX mit 4,8 Prozent. kabel eins musste sich mit vier Prozent zufrieden geben.

Bei den 14- bis 49-Jährigen siegte RTL mit genau 14 Prozent. ProSieben kam auf elf Prozent, Sat.1 enttäuschte mit 9,2 Prozent. Sehr gut lief es für RTL II: Die Münchener wurden mit 7,3 Prozent Tagesmarktanteil vierter und lagen so vor ARD (6,9 Prozent) und ZDF (6,8 Prozent). VOX holte 6,6 Prozent, kabel eins 5,8 Prozent.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/21418
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