Primetime-Check

Dienstag, 19. Dezember 2006

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Welche Sendungen setzten sich am Dienstagabend gegen die Konkurrenz durch? Wir sagen es Ihnen. Plus: Die Tagesmarktanteile der acht großen Sender.

Während das Erste in den letzten Wochen stets auf erfolgreiche Serien setzte, versuchte es der Sender diesmal mit dem TV-Drama «Folge deinem Herzen» - damit landete man einen Überraschungs-Erfolg: Mit 8,80 Millionen Zuschauern sowie einem Marktanteil von 26,8 Prozent beim Gesamtpublikum hätte sicherlich niemand gerechnet. Bei den 14- bis 49-Jährigen konnte ein ebenfalls weit überdurchschnittlicher Marktanteil von 13,0 Prozent eingefahren werden. Der zweite Platz des Abends ging im Anschluss an die Berichte zum DFB-Pokal, die nochmals durchschnittlich 5,32 Millionen Fernsehzuschauer zum Einschalten bewegen konnte.

Stark waren die Kollegen von RTL ebenfalls: 4,95 Millionen Zuschauer sahen «CSI: Miami», «Dr. House» brachte es danach trotz einer Wiederholung noch auf 4,62 Millionen Zuschauer. Besonders gut schnitten die US-Serien wie gewohnt in der umworbenen Zielgruppe ab - mit jeweils etwa drei Millionen Werberelevanten sowie Marktanteilen um 23 Prozent hatten die Verantwortlichen des Kölner Senders auch diesmal wieder allen Grund zur Freude. «Monk» erreichte ab 22:15 Uhr immerhin noch 19,0 Prozent der Jungen.




Erfolgreichste Primetime-Sendung des ZDF war das Politmagazin «Frontal 21», das sich am Dienstag noch als erfolgreichstes Format dieser Art feierte. Doch in dieser Woche machte die starke ARD den Mainzern einen Strich durch Rechnung, denn lediglich 3,18 Millionen Menschen sahen die letzte Ausgabe des Jahres, was für einen Marktanteil von nur 9,6 Prozent reichte. In der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen sahen 900.000 junge Menschen zu, ein Marktanteil von 6,6 Prozent wurde gemessen. Zuvor sah es schon für «Das Geheimnis der Eismumie» nicht überragend aus: Die Doku aus der Reihe "Schliemanns Erben" lag auf dem Niveau von «Frontal 21».

Abgesehen von RTL, hatten die restlichen Privatsender am Dienstag einige Probleme. Die meistgesehene Sendung war «Extreme Activity» mit Jürgen von der Lippe, die es auf immerhin 2,10 Millionen Zuschauer brachte, dafür aber in der wichtigen Zielgruppe nur bei 10,7 Prozent lag. «Desperate Housewives» kam danach auf bessere 13,2 Prozent. Deutlich schlechter schnitt dagegen Sat.1 mit dem US-Film «Die Geister, die ich rief...» ab, der ab 20:15 Uhr lediglich 1,42 Millionen 14- bis 49-Jährige und weinen Marktanteil von 10,9 Prozent holte. Insgesamt reichten 2,07 Millionen Zuschauer für 6,5 Prozent Marktanteil.

Nicht so stark wie gewohnt war RTL II: Die Dokusoap «Zuhause im Glück» erreichte am Dienstagabend nur 1,53 Millionen Zuschauer, lag aber bei den Werberelevanten mit einem Marktanteil von 7,0 Prozent im grünen Bereich. Gut sah es auch bei VOX aus: Die «Gilmore Girls» lockten 8,4 Prozent der jungen Zuschauer vor die Bildschirme. Nur kabel eins tat sich am Dienstagabend schwerer: «Auf der Suche nach dem goldenen Kind» waren nur 5,9 Prozent der Werberelevanten. Beim Gesamtpublikum kam die Komödie auf 1,17 Millionen Zuschauer sowie 3,6 Prozent Marktanteil.

Die Tagesmarktanteile:
Dank überwältigender Primetime holte sich das Erste am Dienstag mit 16,4 Prozent Marktanteil den Tagessieg vor den Kollegen von RTL, die ganze 3,0 Prozentpunkte Rückstand hatten. Platz drei ging an das ZDF mit 12,4 Prozent vor Sat.1 (8,7 Prozent) und ProSieben (6,2 Prozent). Dahinter: VOX (5,0 Prozent), RTL II (3,5 Prozent) und kabel eins (3,2 Prozent).

In der Zielgruppe hatte dagegen RTL die Nase vorn: 17,3 Prozent Marktanteil bedeuteten die Spitzenposition vor ProSieben mit 11,4 Prozent. Sat.1 kam mit nur 10,2 Prozent Marktanteil auf Rang drei und lag damit vor der ARD, die es auf stolze 8,7 Prozent brachte. Die weiteren Plätze: VOX (7,5 Prozent), ZDF (6,4 Prozent), RTL II (5,8 Prozent) und kabel eins (5,6 Prozent).

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/17947
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