Vermischtes

ARD-Reform: Erste Kompetenzcenter zugewiesen

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Die ARD plant durch die Gründung einzelner Kompetenzcenter die eigenen Ressourcen zu bündeln. Die Federführungen für die Bereiche „Gesundheit“, „Verbraucher“ und „Klima“ wurden nun zugewiesen.

Im Juni haben die Intendanten der einzelnen ARD-Anstalten erste Schritte beschlossen, um die Reform des öffentlich-rechtlichen Senderverbunds voranzutreiben. Dabei ging es in erster Linie um die Strategie, weniger um die konkrete Umsetzung (Quotenmeter berichtete). Nun beschlossen die Intendanten auf ihrer Sitzung in Frankfurt weitere Details, vor allem zu den geplanten Kompetenzcentern, die im ersten Halbjahr 2024 starten und die journalistischen und technischen Kräfte in allen linearen und digitalen Ausspielwegen bündeln sollen.

Die Federführung für das Kompetenzcenter „Gesundheit“ wird der NDR übernehmen, „Verbraucher“ fallen SWR und WDR zu, während sich der hr, MDR und SWR „Klima“ teilen werden. Im ersten Schritt der Verteilung sollen somit die drei Konstellationen getestet: die einfache, zweifache und dreigeteilte Federführung. Die Federführer übernehmen die Verantwortung für das jeweilige Themenfeld. Alle Sender der ARD können die überregionalen Inhalte und Formate in ihren jeweiligen Programmportfolios nutzen. Die Landessender liefern aktuelle, regionale Beiträge aus ihrem Berichtsgebiet zu. Damit soll Regionalität weiterhin der Kernauftrag der ARD bleiben.

„Wir krempeln derzeit die ARD um, arbeiten an der größten Reform ihrer Geschichte. Mit der Verteilung der multimedialen Kompetenzcenter haben wir die ARD ein entscheidendes Stück vorangebracht. Wir bündeln darin die Expertise aller Häuser und für alle Ausspielwege – vom Hörfunkbeitrag über Videos der Mediathek bis hin zu Social Media-Beiträgen. Wir werden dadurch wirtschaftlich effizienter und stärken die journalistische Qualität. Ohne Abstriche bei den Inhalten gewinnen wir damit Ressourcen, die wir dann in die digitale Zukunft der ARD stecken können“, erklärt der ARD-Vorsitzende und SWR-Intendant Kai Gniffke.

Bis Ende September sind die Kompetenzcenter beauftragt, die künftigen Arbeitsprozesse auszuarbeiten. Strategisches Ziel ist es, dass sich am Ende des Gesamtprozesses in der Summe alle Landesrundfunkanstalten ausgewogen an Kompetenzcentern beteiligen. Die nächsten Kompetenzfelder wurden bereits im Juni von den Intendanten benannt: Ernährung, Reisen und Künstliche Intelligenz. Sie befinden sich derzeit in der Prüfung. Um den Jahreswechsel sollen die Ergebnisse präsentiert werden.

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