Soap-Check

7 Jahre «Berlin – Tag & Nacht»: Ein Geburtstag mit Wermutstropfen

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Innerhalb der vergangenen sieben Jahre schrieb die Soap eine wahre Erfolgsgeschichte am RTL-II-Vorabend. Eine Programmumstellung trübte die Feier von «Berlin – Tag & Nacht» nun ein wenig.

7 Jahre «BTN»: Die Bilanz

  • 2011: 7,0%
  • 2012: 11,3%
  • 2013: 12.5%
  • 2014: 11,6%
  • 2015: 10,6%
  • 2016: 9,4%
  • 2017: 8,4%
  • 2018 (bis September): 9,6%
Durchschnittsquoten 14-49
«Berlin – Tag & Nacht» ist der Name des größten Erfolgs, den RTL II in den vergangenen Jahren verzeichnet hat. Die erfolgreiche Etablierung einer Soap am Vorabend war und ist für den Grünwalder Sender von großem Wert, mit dem Mutterformat und Ableger «Köln 50667» darf sich RTL II dabei sogar über zwei stark performende Formate freuen, die einen sehr positiven Einfluss auf das Abschneiden des Kanals nehmen. Am 12. September 2018 wird «Berlin – Tag & Nacht» sieben Jahre alt. Zeit, auf die Geschichte des Formats aus Quotensicht zurückzublicken und sich gleichzeitig Zukunftsfragen zu stellen.

Als «Berlin – Tag & Nacht» am 12. September 2011 seine Premiere feierte, war noch schwer vorstellbar, dass sich die Serie zum wahren Hit unter jungen Zuschauern entwickeln würde. Die ersten zwei Wochen generierten beim jungen Publikum im Schnitt gerade einmal 4,3 Prozent und innerhalb eines Monats holte die Soap nur einmal mehr als sechs Prozent in der Zielgruppe. Andere Sender hätten das Experiment zu dieser Zeit womöglich schon beendet. Auch weil «Berlin – Tag & Nacht» unter anderem durch den Einsatz von Laiendarstellern recht günstig zu produzieren ist, brachte RTL II Geduld mit der filmpool-Produktion auf. Die Städtesoap zahlte es ihrem Sender zurück: Bis Dezember 2011 hatte «Berlin – Tag & Nacht» im Wochenschnitt erstmals über neun Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt, was damals wie heute einen großartigen Erfolg für RTL II darstellt.

Im März des kommenden Jahres schaffte es «Berlin – Tag & Nacht» schließlich erstmals in die quotentechnische Zweistelligkeit bei jungen Zuschauern. Das zweite Jahr beendeten Joe, Meike, Ole und Co. mit durchschnittlich 11,3 Prozent der werberelevanten Fernsehenden pro Folge. Der große Erfolg veranlasste RTL II dazu, am 7. Januar 2013 mit «Köln 50667» einen Ableger zu starten, der fortan als Lead-In für «Berlin – Tag & Nacht» fungieren sollte. Durch das neue Soap-Doppel gelangten die Hauptstädter zu neuen Quotenhöhen. Im Jahr 2013 schalteten durchschnittlich 12,5 Prozent der jungen Zuschauer ein, womit «Berlin – Tag & Nacht» den Senderschnitt RTL IIs mehr als verdoppelte. Die erfolgreichste Woche aller Zeiten verzeichneten die Berliner Mitte August 2013, als im Schnitt 16,0 Prozent der umworbenen Zuschauer die 19-Uhr-Serie verfolgten.

Zur Wahrheit von «Berlin – Tag & Nacht» gehört jedoch auch: Seitdem ging es kontinuierlich bergab (siehe Info-Box). Von den durchschnittlichen 12,5 Prozent im Jahr 2013 ging es bis zum Jahr 2017 hinab auf 8,4 Prozent im Jahresschnitt. Erst das neue Jahr brachte wieder Besserung. Zum aktuellen Zeitpunkt sahen im Jahr 2018 wieder 9,6 Prozent der Jüngeren «Berlin – Tag & Nacht». Doch die Quotensteigerungen sind durch eine Programmänderung RTL IIs bedroht, die vergangene Woche umgesetzt wurde. Weil RTL II ab 20 Uhr nicht mehr die «RTL II News» sendet, beginnt «Berlin – Tag & Nacht» seit dem 3. September zehn Minuten später. Die neue Startzeit um 19.05 Uhr lässt die Soap näher an die Primetime rücken, wo auch die Konkurrenzprogramme stärker sind. So duelliert sich «Berlin – Tag & Nacht» nun beispielsweise mit der «Tagesschau» oder überschneidet sich noch länger mit Soap-Liebling «Gute Zeiten, schlechte Zeiten».

Prompt wirkte sich dies auf die Ergebnisse der Hauptstädter aus. Die Reichweite fiel von einer Woche auf die andere von 0,80 Millionen Zuschauern pro Folge auf 0,73 Millionen. In der Zielgruppe verlor «Berlin – Tag & Nacht» im Schnitt 80.000 Interessenten. So entstanden im Wochenmittel zwischen dem 3. und 7. September noch 8,3 Prozent bei den jungen Zuschauern, womit «Berlin – Tag & Nacht» wieder auf dem Vorjahresniveau abschnitt. In den beiden Wochen davor hatte «Berlin – Tag & Nacht» noch durchschnittlich 10,6 bzw. 10,2 Prozent verzeichnet. Nur zehn Minuten Sendezeitverschiebung – und trotzdem deuten die raschen Verluste darauf hin, dass die Berliner nun in einer etwas höheren Quotenliga spielen müssen. Die Zeit wird zeigen, wie gut «Berlin – Tag & Nacht» die größere Nähe zur Primetime tut.

Was sonst noch war


Über einen weiteren Neuzugang dürfen sich Fans von «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» freuen. Manuela Wisbeck wird darin die neue Rolle Nicole Müller spielen. Sie bewirbt sich für die Vertretung Marens als Geschäftsführerin im „Mauerwerk“. "Sie ist eine taffe Frau, die auf dem Rummel groß geworden ist", verrät Schauspielerin Wisbeck über ihre Figur. Große Augen macht Nicole allerdings, als sie im „Mauerwerk“ auf Leon trifft. Ihn kennt sie aus ihrer Kindheit… RTL-Zuschauer könnten Manuela Wisbeck bereits kennen. Die 35-Jährige spielte bereits in «Doctor’s Diary», «Alarm für Cobra 11» und «Böse Mädchen» mit. Auch für «Let’s Dance» schwang sie bereits 2013 das Tanzbein.

Und so geht es weiter


Mona bekommt am Donnerstag bei «Berlin – Tag & Nacht» nach langer Zeit wieder Besuch aus der Heimat und freut sich, mit ihrer Freundin den Jungesellinnenabschied nachzuholen. Doch schon kurz darauf erscheint André auf der Bildfläche. Der Frauenheld lässt nichts anbrennen und lädt die Mädelsrunde kurzerhand zum Strip ins LA14 ein. Mit ungeahnten Konsequenzen...

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